Future Skills
Programme

Schule in der digitalen Welt

Das vom Stifterverband und der Heinz Nixdorf Stiftung initiierte Förderprogramm unterstützt Schulen dabei, eigene Medienkonzepte zu entwickeln und umzusetzen – damit sie Kinder und Jugendliche besser auf ein Leben in der digitalen Welt vorbereiten.

Alle Schulen, die erste Schritte zur Entwicklung und Umsetzung von Medienkonzepten unternommen haben und die Mitglied eines Schulnetzwerks einer lehrerbildenden Hochschule in Deutschland sind, sind eingeladen, sich bis zum 14. Dezember 2018 gemeinsam mit der jeweiligen Hochschule zu bewerben. Schulnetzwerk meint eine Gruppe von Schulen, die mit einer lehrerbildenden Hochschule in der Lehrerbildung oder der Entwicklung und Erprobung von Problemlösungen für die Schulpraxis kooperieren. Grundsätzlich sind hier aber auch (thematische) Einzelkooperationen zwischen einer Schule und einer Hochschule denkbar.

Ausschreibung

Das Programm umfasst eine finanzielle Förderung für bis zu 15 Schulen in Höhe von 15.000 Euro pro Schule. Der Förderbetrag kann für alle Kosten eingesetzt werden, die im Zusammenhang mit der Erstellung oder Umsetzung von Medienkonzepten (beispielsweise der Erstellung und Erprobung von Konzepten, Vermittlung von Kompetenzen, Anschaffung von Hard- und/oder Software, für die Qualifizierung (angehender) Lehrkräfte  oder für die Schulprogrammarbeit) entstehen. 

Verbunden mit der Förderung ist zudem die Aufnahme der geförderten Schule sowie der lehrerbildenden Hochschule in ein Netzwerk "Schule in der digitalen Welt", das im Rahmen des Programms ins Leben gerufen wird.

Im Fokus der Netzwerkarbeit liegen folgende Ziele:

  • kollegialer Austausch und Beratung/Peer-Learning sowie Entwicklung (kollegialer) Beratungsangebote
  • Entwicklung transferfähiger (Teil-)Konzepte für die Schule in der digitalen Welt
  • Stärkung des Austausches zwischen Schulpraxis, Forschung und Lehramtsausbildung
  • Entwicklung von Qualitätsstandards für Schulen in der digitalen Welt

Es finden zwei Netzwerktreffen pro Jahr statt. Für die Dauer der Förderung ist die Teilnahme an den Netzwerktreffen von jeweils zwei Vertretern der Schule und einem Vertreter der Hochschule verbindlich. Das letzte Netzwerktreffen findet voraussichtlich in Form einer öffentlichen Konferenz an einer der teilnehmenden Hochschulen statt. Die in diesem Zusammenhang anfallenden Reisekosten werden übernommen. 

Das Programm ist zunächst auf eine Dauer von zwei Jahren angelegt. Die Förderung kann ab Frühjahr 2019 beginnen.

Unter den geförderten Schulen werden zusätzlich ausgeschrieben: 

  • (Externe) Förder- und Beratungsangebote zur Entwicklung oder Umsetzung ihrer Medien­konzepte. Dies können beispielsweise sein: eine schulinterne Fortbildung für Lehrkräfte (-Teams), Programmierfortbildungen ("Coding") für Lehrkräfte und/oder Schüler oder ein anderes Bildungsformat für Lehrkräfte oder Schüler. Das Förderangebot richtet sich nach dem Bedarf der jeweiligen Schule.

Hintergrund und Zielsetzungen

Um Kinder und Jugendliche auf ein Leben in der digitalen Welt vorzubereiten, müssen digitale Medien ein selbstverständlicher und unverzichtbarer Teil von Unterricht und Schule sein. So lernen Schüler einen kompetenten, selbstbestimmten und sicheren Umgang mit digitalen Medien. Gleichzeitig eröffnet die digitale Transformation vielfältige Chancen für die Neugestaltung des Unterrichts und von Schule als Teil der Gesellschaft. Lehrende und Lernende stehen gleichzeitig vor der Herausforderung, Digitalisierung in Schule und Unterricht als Querschnittsthema umzusetzen.

Schulen sind daher gefordert, Konzepte für den Einsatz von Medien im Unterricht, das Lernen über Medien und für die Schulgestaltung zu entwickeln.  Der DigitalPakt Schule und die neuen Bildungspläne der Bundesländer verleihen diesem Thema eine zusätzliche Dringlichkeit. Die Medienkonzepte stellen einen verbindlichen Teil der Schulprogrammarbeit dar. Sie adressieren nicht nur die technische Ausstattung, die Vermittlung von Programmierkenntnissen oder den Einsatz von Medien im Unterricht und in Selbstlernphasen. Wichtige Teile der Medienkonzepte sind auch Pläne zur Vermittlung (digitaler) Medienkompetenz und des planvollen und bewussten Umgangs mit Daten (Data Literacy), medienpädagogische und -didaktische Konzepte sowie Strategien zur Personalausstattung und zur Personalentwicklung.

Für die Erarbeitung und Umsetzung dieser Konzepte benötigen Schulleitungen und Lehrkräfte umfangreiche medienpädagogische und -didaktische Kompetenzen sowie praktische Erfahrungen im Umgang mit digitalen Medien. Dementsprechend ist auch die Lehrerbildung gefragt. Vor allem im Lehramtsstudium muss es gelingen, angehenden Lehrkräften die Kompetenzen zu vermitteln, die sie für den Unterricht in der digitalen Welt benötigen.

Mit dem Förderprogramm Schule in der digitalen Welt möchten die Heinz Nixdorf Stiftung und der Stifterverband im Rahmen der Initiative Future Skills Schulleitungen und Lehrkräfte bundesweit bei der Erstellung und Umsetzung von Medienkonzepten unterstützen. Gleichzeitig sollen im Rahmen des Programms Schule in der digitalen Welt Synergien für die Lehrerbildung genutzt werden, um Lehramtsstudierende zukünftig besser auf die Herausforderungen des digitalen Wandels vorzubereiten.

Dementsprechend richtet sich das Programm an Schulen, die bereits heute mit Hochschulen mit Lehrerbildung kooperieren und bezieht diese Hochschulen als Partner der jeweiligen Schulen in die Programmarbeit mit ein. Im Mittelpunkt stehen nicht die Leuchtturmschulen, die bereits heute Vorbildcharakter haben. Vielmehr werden Schulen unterstützt, die sich erst auf den Weg gemacht haben, um Konzepte für den Einsatz von Medien im Unterricht und bei der Schulgestaltung zu entwickeln und umzusetzen.

Antrags- und Auswahlverfahren

Die Schule und lehrerbildende Hochschule werden gebeten, gemeinsam einen Antrag einzureichen. Bitte adressieren Sie in Ihrem Antrag die folgenden Fragen:

  • Schulprofil & Ausgangssituation (Beantwortung durch Schule)
    Nennen Sie uns wichtige allgemeine Eckdaten Ihrer Schule und Ihres Schulprofiles! Schildern Sie kurz die Ausgangssituation, in der sich die Schule in Bezug auf die Entwicklung und Umsetzung eines eigenen Medienkonzeptes befindet. Welche Schritte auf dem Weg der Digitalisierung sind Sie bereits gegangen?
     
  • Entwicklungsziele (Beantwortung durch Schule und Hochschule)
    Welche konkreten Entwicklungsbedarfe haben Sie und wie möchten Sie diese Entwicklungsziele erreichen? Welche (Teil-)Konzepte möchten Sie im Rahmen des Programmes Schule in der digitalen Welt entwickeln? Dies können beispielsweise sein: Lehr- bzw. Lernkonzepte für die Vermittlung von Data Literacy, Coding und (digitale) Medienkompetenz, Konzepte für den Einsatz digitaler Technologien im (Fach-)Unterricht oder in Selbstlernphasen, für die Qualifizierung (angehender) Lehrkräfte, für die Schulorganisation oder für die Einbeziehung externer Partner.
     
  • Beitrag zum Erreichen des Entwicklungsziels (Beantwortung durch Hochschule)
    Welchen Beitrag können Sie als programmbegleitende Partnerin leisten, die Entwicklungsziele der Schule zu erreichen?
     
  • Beitrag zum Netzwerk (Beantwortung durch Schule und Hochschule)
    Was könnten Sie als Schule bzw. als Hochschule zur Netzwerkarbeit inhaltlich beitragen? Welche Personen stehen für die Netzwerkarbeit zur Verfügung? (Bitte beachten Sie: Für die Dauer der Förderung ist die Teilnahme von jeweils zwei Vertretern der Schule sowie einem Vertreter der Hochschule verbindlich.)
     
  • Kooperation (Beantwortung durch Schule und Hochschule)
    Worin besteht aus Ihrer Sicht die Qualität der bestehenden Kooperation? Im Rahmen welcher Aktivitäten haben Sie bereits zusammengearbeitet? Welche Formen der Kooperation sind zukünftig geplant?
      
  • Transfer (Beantwortung durch Schule und Hochschule)
    Welchen Beitrag könnten Sie dazu leisten, die Ergebnisse des Netzwerks "Schule in der digitalen Welt" in andere Schulen zu tragen?
     
  • Mittelverwendung (Beantwortung durch Schule)
    Der Förderbetrag kann für alle Kosten eingesetzt werden, die im Zusammenhang mit der Erstellung oder Umsetzung von Medienkonzepten entstehen. Wofür möchten Sie den Förderbetrag von 15.000 Euro einsetzen? 

 
Nach Eingang der Bewerbungen entscheidet eine Jury bestehend aus Mitgliedern von Schulen, Hochschulen, Politik und fördernden Organisationen. Für die Auswahl der Anträge legt die Jury vor allem folgende Kriterien zugrunde:

  • Potenziale der beschriebenen Ausgangssituation sowie des Entwicklungsbedarfs und des Beitrags der Bewerber für die Netzwerkarbeit
  • Transferfähigkeit der im Rahmen der Netzwerkarbeit zu entwickelnden Konzepte für die Schule in der digitalen Welt
  • Qualität der Zusammenarbeit zwischen Schule und Hochschule

Über die Vergabe der Fördermittel und die Aufnahme in das Netzwerk "Schule in der digitalen Welt" entscheidet eine Jury. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Frist und Antragsform

Der Antrag ist gemeinsam von Schule und Hochschule zu stellen und erfolgt über die Schulleitung und die Leitung des Zentrums für Lehrerbildung bzw. der für die Lehrerbildung zuständigen Stelle. Er muss bis zum 14. Dezember 2018 beim Stifterverband eingegangen sein (Ausschlussfrist). Der schriftliche Antrag ist an keine besondere Form gebunden. Eine Hochschule kann sich an mehreren Anträgen beteiligen.

Die Antragsunterlagen bestehen ausschließlich aus: 

  • einem Deckblatt
  • einer einseitigen Zusammenfassung
  • dem maximal acht Seiten umfassenden Antrag

Die Unterlagen sind gedruckt in achtfacher Ausfertigung als Loseblattsammlung (bitte nicht geklammert, nicht geheftet, nicht gebunden o.ä.) einzureichen bei: 

Anne Lützelberger 
Stifterverband 
Pariser Platz 6
10117 Berlin

sowie elektronisch als PDF-Dokument (max. 5 MB) an anne.luetzelberger@stifterverband.de zu übersenden.

Zeitplan

11. Oktober 2018 Ausschreibung des Förderprogramms
14. Dezember 2018 Bewerbungsschluss
Februar 2019 Jurysitzung
voraussichtlich Mai 2019 Erstes Netzwerktreffen
Frühjahr 2019 bis 2021 Förderzeitraum

Das Programm ist Teil der Initiative Future Skills des Stifterverbandes. Als großes und national sichtbares gemeinschaftliches Aktionsprogramm von Wirtschaft und Zivilgesellschaft zielt die Initiative Future Skills darauf ab, die Bedingungen für den Erwerb digitaler und weiterer zukünftig relevanter Kompetenzen zu verbessern.
Im Rahmen dieser Initiative fördert und vernetzt der Stifterverband Lernende, Lehrende und Bildungseinrichtungen, um sie kompetent für die Gestaltung der Zukunft zu machen.

Programmträger

Das Programm wird vom Stifterverband und der Heinz Nixdorf Stiftung finanziert. Die Heinz Nixdorf Stiftung ist eine unternehmensunabhängige, gemeinnützige Stiftung, die aus dem Nachlass Unternehmers Heinz Nixdorf hervorgegangen ist. Die Stiftung möchte die persönliche Entwicklung des Menschen in seiner Bewusstseinsbildung und seiner Leistungsfähigkeit fördern mit dem Ziel seines Wohlergehens und der Erreichung einer solidarischen Gesellschaft in Freiheit.

Kontakt

Anne Lützelberger

ist Programmmanagerin im Stifterverband.

T 030 322982-302
F 030 322982-515

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